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 CliC Diskussionen
CliC Lübeck Offline




Beiträge: 1.852

27.09.2012 13:22
RE: Suchtbehandlung + Partner Zitat · antworten

Aus mehreren aktuellen Anlässen, möchte ich hier das Problem: Abstinenz MIT dem Partner ansprechen.
Die notwendigen Schritte und Veränderungen nach Erkennen einer Alkoholproblematik, führen meist zu Problemen/Kontroversen/Diskussionen in der Partnerschaft.

Dabei kann es genau gegensätzliche Positionen geben:
Entweder der Partner war (mit) ausschlaggebend für die ersten Schritte, weil der zunehmenden Konsum die Zweisamkeit in vielen Punkten belastet oder der Partner verneint überhaupt ein Problem und sieht weder den Konsum noch das Verhalten des Gegenüber- als unangemessen..und möchte den anderen genau so behalten, weil er mit Promille kompatibel, verfügbar, steuerbar ist oder im Sinne des anderen „funktioniert“.
Ebenso ist möglich, dass der Partner (angeblich) nix gemerkt hat vom übermäßigen Konsum und den Auswirkungen auf das Befinden und Verhalten.

In allen Fällen muss das jeweilige Gegenüber auch was tun, sich bewegen, Veränderungen mittragen und unterstützen. Sich in die Suchtproblematik einlesen oder sich damit beschäftigen.

Paargespräche bei Therapien, Besuch einer Gruppe (mit oder ohne Partner) sind hilfreich.

Dass MUSS er/sie natürlich nur, wenn ihm/ihr an einer Weiterführung der Beziehung liegt.
Hier trennt sich meist die erste Spreu vom Weizen…

Aber auch wenn der Partner mitzieht, gewollt oder ungewollt, kommt es zuhauf zu Problemen, die belasten und die noch junge Abstinenz gefährden.

Darüber sollte sich jeder Betroffene klar sein und den notwendigen Egoismus aufbringen, dass es jetzt in erster Linie um einen selbst geht und nicht um das „Ganze“.
Arbeiten beide an sich, lassen neue Blickwinkel zu, entdecken eine neue Ehrlichkeit, legen den Finger auf bisher totgeschwiegene Wunden, KANN die Beziehung unheimlich gewinnen.

Die Veränderungen an sich selbst, eine größere Selbstreflexion und ein neues Selbstbewusstsein, zeigen auch an „wo es denn gehakt hat“, erzeugen eine andere Kommunikationsbasis. Man geht anders – besser – miteinander um.
Es kann aber auch passieren – und das ist statistisch in den meisten Fällen so – dass der/die Süchtler durch den Input von Therapeuten und die darauf folgende Arbeit an einem selbst oder einfach durch das Weglassen des Konsums von Rauschmitteln, erkennt dass „man“ so eine Beziehung nur um ihrer selbst willen geführt hat und man dieses so nicht will.
Dazu gehört Mut, Kraft und man braucht Unterstützung.

Das vielbeschworene : Die Krise als Chance“ ist hier das Maß aller Dinge.

Darüber sollte sich jede/r im klaren sein, der in einer Partnerschaft "steckend", Maßnahmen gegen die Sucht ergreift.


LG Uwe

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