Dieses Forum verwendet Cookies und soziale Plugins wie Facebook und Twitter.
Indem Sie weiter auf diesem Forum navigieren, ohne die Cookie-Einstellungen Ihres Internet-Browsers zu ändern, stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Sie erfahren mehr dazu und über unsere Hinweise zum Datenschutz und zu den hier genutzten sozialen Plugins unter Impressum/Datenschutz
 Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 334 mal aufgerufen
  
 Sucht & Co: Infos, Adressen etc.
Co-Administration Offline




Beiträge: 2.062

01.11.2013 22:23
RE: Hilfe bei Depressionen Zitat · antworten

Oft genug sind Depressionen vor, während oder auch nach der "aktuen" Suchtmittelabhängigkeitszeit gegeben.

Da Depressionen ganz besondere Aufmerksamkeit und eigene ergänzende Bewältigungsstrategien notwendig machen, ist es wichtig zu wissen, welche Möglichkeiten es gibt.

Darum möchte ich diesen Thread hier eröffnen um einen - natürlich subjektiven Sammelpool von Organisationen Anlaufstellen zu schaffen. Hier ist Platz für das Sammeln von Hilfsorganisationen, Selbsthilfeprogrammen, 'Selbsthilfegruppen, besonders positiv erlebten Ärzten, Therapeuten und gern auch Links zu empfehlenswerter Literatur und/oder Onlniefragebögen etc..

Wichtig für jeden Beitrag: es sollten bei Empfehlung von Einzelpersonen wie ganz bestimmten Ärzten oder Therapeuten immer eigene Erfahrungen oder eine fundierte Begründung vorliegen. Unerwünscht sind Verrisse oder Hetzkampagnen - denn was für den einen unpassend war muss es für den nächsten ncoh lange nciht sein. Darum bitten wir, aus Fairnessgründen nur Empfehlungenzu posten; keine "Warnungen".

Eine sehr gute relativ neue Seite zur Information ist aus meiner Sicht z.B. https://www.deprexis.de/de_2/index.jsp.

DAS zugehörige Onlineprogramm ist verhältnismäßig neu; entwickelt wurde das deprexis-Programm von dem Hamburger Unternehmen GAIA in Zusammenarbeit mit internationalen Depressions- und Psychotherapie-Experten.

WER eine Selbsthilfegruppe sucht: HIER ist ein BUNDESWEITES VERZEICHNIS VON SELBSTHILFEGRUPPEN BEI DEPRESSIONEN: http://www.depressionen-depression.net/p...ilfegruppen.htm


...Ergänzungen sind willkommen!

Viele Grüße Ingrid

tallymann1 Offline




Beiträge: 462

02.11.2013 14:41
#2 RE: Hilfe bei Depressionen Zitat · antworten

Jo, sehr schön, ich ergänze mal um dieses hier:

Lübecker Therapeuten für Depressionen

Foxx Offline




Beiträge: 6

09.01.2014 11:24
#3 RE: Hilfe bei Depressionen Zitat · antworten

Depressionen können eine Begleiterscheinung der Entwöhnung sein. Depressionen können aber auch nach langer Abstinenz auftreten. Bei mir ist leider beides der Fall.

Im Zuge der ambulanten Therapie in der AHG gab mir meine Therapeutin ein Infoheft vom >Forum Psychotherapie Lübeck< an die Hand. Darin sind viele Therapeuten/innen verzeichnet unter Angabe des Kassenstaus, der Therapieverfahren sowie Schwerpunkte. Das FPL unterhält auch ein Beratungstelefon und natürlich eine HP:

http://www.psychotherapie-luebeck.de/index.html

Hier die Nummer des Beratungstelefons des FPL:
Telefon 0451 – 70 20 991 (Mo: 10.oo – 11.oo, Do: 10.oo – 11.oo)
LG Stephan

Andy Offline




Beiträge: 10

06.11.2016 10:38
#4 Depression Zitat · antworten

Fast jeder Abhängige hat damit zu kämpfen…..

Für einen Freund von mir geschrieben

„Depression ist keine Charakterschwäche und auch keine Art, wie jemand ist. Es ist auch keine Erziehungssache, es ist keine Verstimmung, keine Launigkeit, keine Zickigkeit, es ist kein „Nicht-wollen“, kein „sich verschließen“, keine „Trotzigkeit", es ist kein „ist mir doch egal“, sondern es ist eine Krankheit.“ Aber wem sage ich das.

Depressionen zu haben, zeugt nicht von Charakterschwäche denn eine Depression ist eine körperliche Erkrankung wie jede andere, und zwar eine, die deinen Körper aus rein biologischen Gründen ab einem gewissen Punkt aus eigener Kraft nicht mehr in den Griff bekommt.
Da nützt es auch nichts, wenn du dich noch so sehr "zusammenreißt", alle guten und gut gemeinten Ratschläge von Freunden und Bekannten beherzigst und gute Miene zum bösen Spiel machst.
Ich könnte dir jetzt hunderttausend Ratschläge geben, weil ich weiss wie du dich fühlst und was du durchmachst.
Deinen ersten Schritt hast du bereits getan, du hast drüber geredet. Sich anderen mitzuteilen ist wichtig. Sprich auch mit dir selbst und erlaube dir, so zu sein, wie du jetzt bist. Ich weiss das hört sich blöd an.

Sage dir laut und deutlich (nicht nur in Gedanken) selbst des Öfteren:
“Ja, ich habe schon wieder einen Fehler gemacht. Das ist in Ordnung. Jeder macht Fehler.”
“Ja, ich fühle mich gerade schwach und wertlos. Das ist in Ordnung, denn das ist nur ein GEFÜHL. Keine Tatsache. Ich erlaube mir, dieses Gefühl zu fühlen.”
“Ja, ich habe gerade sehr sensibel auf diesen Kommentar eines Freundes reagiert. Das ist in Ordnung, denn anscheinend hat er da einen wunden Punkt in mir getroffen. Ich bin deswegen nicht nutzlos oder weniger wert.”
“Ja, ich habe gerade große Schwierigkeiten, mich selbst zu motivieren. Das ist in Ordnung, denn ich bin liebenswert, so wie ich bin. Ich erlaube mir, etwas langsamer und unkonzentrierter zu sein, auch wenn ich dann nicht so leistungsstark und produktiv bin, wie das Andere von mir erwarten.
Es ist MEIN Leben und ich darf es in meiner EIGENEN Geschwindigkeit leben.”
Annahme ist immer etwas Positives. Annahme ist immer etwas Gutes. Ich weiß durch meine eigene Depression natürlich, wie schwer Annahme sein kann.

Eine Depression ist im übertragenen Sinne immer ein Weckruf deines Körpers, dass du dich wieder liebevoll mit dir selbst beschäftigen solltest. Dass du deinen Fokus auf Selbsthilfe legen solltest, anstatt weiterhin nur für dein Umfeld, deine Eltern, deinen Partner, deine Kinder und deinen Job zu funktionieren. Der Weckruf, der dich fragt:
“Was willst DU eigentlich vom Leben?”
Erwarte nicht von dir, dass du irgendwann perfekt bist. Erwarte nicht von dir, dass dein Leben irgendwann perfekt ist. Erwarte nicht von dir, dass du irgendwann so stark und selbstbewusst bist, dass dich nichts mehr herunterzieht. Erwarte nicht von dir, dass du irgendwann einfach nur glücklich und zufrieden sein wirst.

Diese Tipps bei Depression die ich dir geben möchte, sind keine immer wirksame Methode. Kein goldener Schritt-für-Schritt-Plan. Bestimmte Methoden werden dir oft helfen, aber dann wird es Tage geben, an denen scheinbar nichts klappen will. Verzweifle nicht. Erlaube dir, diese Tage zu haben. Schalte einen Gang herunter und akzeptiere, dass du gerade nicht so leistungsfähig bist.

Das Leben ist ein ständiges Auf und Ab. Wenn es dein Ziel ist, bestimmten Leuten immer zu gefallen und irgendwann ständig glücklich zu sein, dann wirst du zwangsläufig scheitern, denn das ist nicht möglich. Erlaube dir, deine Rückschläge zu haben.

Ich bin kein Arzt oder gar Therapeut, aber glaube mir ich weiss was du zur Zeit durchmachst

Herzlichst Andreas

CliC Lübeck Offline




Beiträge: 1.828

07.11.2016 10:05
#5 RE: Depression Zitat · antworten

Zitat von Andy im Beitrag #4
Fast jeder Abhängige hat damit zu kämpfen…..


„Depression ist keine Charakterschwäche und auch keine Art, wie jemand ist.
Es ist auch keine Erziehungssache, es ist keine Verstimmung, keine Launigkeit, keine Zickigkeit, es ist kein „Nicht-wollen“, kein „sich verschließen“, keine „Trotzigkeit", es ist kein „ist mir doch egal“, sondern es ist eine Krankheit.“ Aber wem sage ich das.



Herzlichst Andreas


Sehr schön geschrieben!

Wir in der CliC - Suchthilfe kennen natürlich das Krankheitsbild Depression (F32.1).

Wobei sich bei den meisten die Frage stellt, was war zuerst da: Die Sucht oder die Depression.

Veränderung une Therapie wirken auch hier, genauso wie bei Sucht.

Auch ist es kein Problem, trotz bestehender Abhängigkeit , Mediakemte zur Unterstützung des Heilungsprozess einzunhemen.

Dieses auch über einen längeren Zeitraum.

Schönen Dank Andreas für diesen tollen Beitrag!

LG Uwe

____________________________________________
Wer nach vorne kommen will, muss Regeln brechen. Wer innovativ sein will, muss Konventionen missachten. Wer Kreatives schaffen will, muss Bestehendes vergessen.

Bodhi Offline



Beiträge: 5

07.11.2016 18:44
#6 RE: Depression Zitat · antworten

Hi Andreas,

das ist wirklich ein sehr guter Bericht, danke dafür, schlussendlich ist es mMn noch immer so, dass Depressionen stigmatisiert sind, ähnlich wie Süchte, explizit Alkohol. Wer kein Suchtproblem hat bzw. keine Depression sollte auch nicht UR-Teilen, leider ist das nicht immer der Fall in der Gesellschaft. Jeder kann den Beitrag zur Entstigmatisierung leisten.

Der erste und wichtigste Schritt ist das Erkennen und die Akzeptanz und es gibt Hilfe.

Grüße, Bodhi

Andy Offline




Beiträge: 10

21.03.2017 15:24
#7 RE: Depression Zitat · antworten

Kleiner verspäteter Nachtrag....

Warum glaubst du, nicht gut genug zu sein?
Warum glaubst du, dich vergleichen zu müssen?
Warum glaubst du, anders sein zu müssen?
Warum glaubst du, dich verbessern zu müssen?
Warum glaubst du, leiden zu müssen?
Warum glaubst du, dir das antun zu müssen?
Perfekt wirst du nie sein, vollkommen bist du immer.
Perfektion ist nichts als eine Idee,
eine Illusion, die dir andere eingeredet haben,
die selbst in dieser Illusion gefangen sind
(und oft genug sehr gut daran verdienen).
Vollkommenheit ist, wenn du einfach du selbst bist,
wenn du dich so annimmst und liebst wie du bist.
Vollkommenheit ist, was du bist, immer warst und immer sein wirst –
so lange du nicht versuchst, perfekt zu sein.

CliC Lübeck Offline




Beiträge: 1.828

22.03.2017 06:32
#8 RE: Depression Zitat · antworten

Hui Andy,

lass dich doch mal wieder sehen.

Und DANKE für den kleinen Gedankenanst0ß zum Thema "Perfekt sein müssen"

LG Uwe

____________________________________________
Wer nach vorne kommen will, muss Regeln brechen. Wer innovativ sein will, muss Konventionen missachten. Wer Kreatives schaffen will, muss Bestehendes vergessen.

«« Fernseh-Tip.
 Sprung  
CliC social media Streiflicht:

disconnected CliC Themen Chat Mitglieder Online 0
Besucht uns auch bei



Xobor Forum Software von Xobor