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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 604 mal aufgerufen
  
 CliC Diskussionen
JÖKvomPott
Beiträge:

28.07.2014 23:24
suche nach Anerkennung Zitat · antworten

Viele Menschen,gerade auch wir Suchtkranke Menschen haben oft das Verlangen nach Anerkennung. Warum ist das so? Wir machen, tun und noch mehr nur um eine Beachtung zu bekommen. Wir merken leider nicht,das es sehr schnell zur Normalität wird was wir leisten und bieten. Die Gesellschaft sagt natürlich, OH wie schön der macht das schon und sehen das dann sehr schnell als normal an. Auch ich bin von klein Kind immer wieder den Bus hinterher gelaufen nur um gesehen zu werden. Egal wie sehr man sich verausgabt. Es wird dann eigentlich zur gier, egal,Hauptsache man bekommt eine Aufmerksamkeit. Und wann ist sie wirklich ehrlich? Oder ist das mal wieder mehr Schein als Sein?
Ich denke auch auf Grund von Persönlichkeitsstörung,müssen wir um langfristig ,,trocken" zu bleiben umdenken.
Gebe nur wenn du es wirklich kannst. Und wenn du gibst hoffe und erwarte nicht was zu bekommen. Die Gesellschaft erkennt deine Leistung so nicht an,wie du sie gibst. Und doch wird man auch hier und da was zurück bekommen.
Wie heißt es doch:
Den Wind kannst du nicht ändern aber du kannst die Segel anders setzen.
GLÜCK AUF

Co-Administration Offline




Beiträge: 2.062

29.07.2014 09:57
#2 RE: suche nach Anerkennung Zitat · antworten

Hallo @JÖKvomPott - aus meiner Sicht kann ich das nur bestätigen.
Ich lebe jetzt bald 11 Jahre lang alkoholfrei. Ich habe dabei für mich persönlcih wahnsinig viel erreicht. Doch genau dieses Thema "Suche nach Anerkennung und echter Zu-Wendung" hab ich trotzdem bis heute nicht hinbekommen und arbeite mich noch heute daran ab. Unnötigerweise, wie das Hirn sagt, doch das Herz kann nicht anders..
Ich glaube es hat viel damit zu tun, dass ich lang genug sehr "erfolgreich" das bittere Gefühl vermittelt bekommen habe, wertlos zu sein - die Fundamente dafür sind schon im Elternhaus gelegt worden - und es dann nochmal jahrelang im Grunde davon überzeugt gelebt habe, das zu sein und immer geradezu verzweifelt und unter Aufbietung übermenschlicher Kräfte beweisen zu müssen, dass auch ich irgendwo wertvoll bin. So alte Glaubenssätze sitzen halt tief.
Auch ich habe weiß der Teufel was unternommen um nur ja keine Chance zu verpassen mir einen Zipfelchen des Gefühls "Du bist wertvoll" vermittelt zu bekommen. Oft genug gegen eigene Überzeugung und eigenes Wollen gehandelt, um zu gefallen. Oft genug mich selbst hintenangestellt und vermeumdet, nur um einen Funken Punkte zu sammeln - alles mit dem Ziel, dafür doch endlich gut, lieb, klug, tüchtig, wissend, schön (Liste erweiterbar) GENUG zu sein.
Früher mehr als heute, auch mit Hilfe von Selbst-Hilfe und Therapie, aber so richtig drüber steh ich noch lang nicht, und immer noch ertappe ich mich dabei, wie sehr ich doch von der Anerkennugn anderer abhängig bin. Da ich noch dazu einen Beruf ausübe, in dem Anerkennung Existenzgrundlage ist (ich bin Künstlerin) ist es doppelt schwer, da dazuzulernen und eine gesündere innere Haltung zu entwickeln. Doch gerade auch in meinen Partnerschaften stellt sich das immer wieder als kritischer Punkt heraus.
Ich fürchte das ist in der Tat eine Lebenaufgabe, und eine die nach meinem Eindruck in besonderem Maße "uns Süchtler" trifft.
Mal gelingts mir gesser, sie zu meistern, mal schlechter. Manchmal gar nicht.... doch zumindest ist es alkoholfrei eindeutig doch leichter zu handhaben.
Alles Gute Dir und liebe Grüße
Ingrid

viele Grüße von Ingrid

PS: Clean ist cool!

magnetius Offline




Beiträge: 60

01.08.2014 08:13
#3 RE: suche nach Anerkennung Zitat · antworten

Nimm dir Zeit zum Lesen -
- Lektüre ist die Grundlage der Weisheit.

Ich lese gerade:
"Der Weg des ungezähmten Mannes" von John Eldredge....

Co-Administration Offline




Beiträge: 2.062

01.08.2014 10:13
#4 RE: suche nach Anerkennung Zitat · antworten

Danke für den Tipp, lieber @magnetius .
Mir erschließt sich aber nicht ganz, wie hier die Notwendigkeit "Weisheit" reinpasst ins Thema. Das bedeutet ja im Umkehrschluss womöglich, dass diese "Anerkennungsproblematik" seine Wurzeln nur darin liegen, dass der Einzelne der darunter leidet bloß zu töricht und ungebildet ist, um das nicht nötig zu haben (ich denke aber, das wolltest Du damit nicht andeuten. )
Vielleicht magst Du zusätzlich zum sicher guten Buchtipp noch ein wenig von Deinen Erfahrungen dazu berichten, damit ich den Zusammenhang besser verstehe (abgesehen davon, dass nicht jeder die gleichen Lernmuster hat - Lektüre ist z.B. bei mir immer der zweitbeste Weg, der beste um mich weiterzuentwickeln war und ist immer der persönliche Austausch über die Erfahrungen anderer mit einer Problematik, für die ich eine Lösung suche. Bücher sind mir da meist zu leblos und eindimensional)
Dankeschön!

viele Grüße von Ingrid

PS: Clean ist cool!

magnetius Offline




Beiträge: 60

02.08.2014 13:10
#5 Keine Zeit Zitat · antworten

http://www.runte.com/juergen/zeitnein.html


administrativ editiert und durch Link ersetzt wegen potenzieller ©-Verletzung. Auf RE: Urheberrechte/Copyright - unbedingt alle lesen! wird eindringlich verwiesen.

NOCHMAL: BITTE NIEMALS Texte hier reinsetzen die nicht von Euch selbst sind. Abmahngefahr. Kann und will sich unser VEREIN nicht leisten müssen. Gruß Ingrid

trimmi1 Offline




Beiträge: 117

02.08.2014 19:38
#6 RE: Keine Zeit Zitat · antworten

Schönes irisches Gebet - lange nicht mehr gelesen.

Eigentlich mehr Lebensweisheit als Gebet.

__________________________________________________
trimmi1

Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben muß man es aber vorwärts...

JÖKvomPott
Beiträge:

08.05.2015 15:42
#7 Suche nach Anerkennung Zitat · antworten

Hallo,
gestern hatte ich noch eine andere Gruppen Veranstaltung und mein Abschluss Thema war
,,Suche nach Anerkennung" .
Interessanterweise hatte es doch mehr Anklang gefunden als gedacht und die Bestätigung das es ein großes Thema im Bereich Sucht ist, auch. Gerne lese ich den Beitrag von unserer Co-Administration, allein die Schilderung das es eine Lebebensaufgabe ist in diesem Thema, wird mir immer mehr bewusst.
Wann kann man Enttäuschungen, Missachtung und Verletzungen wie einordnen um mit der nötigen Kraft dieses zu meistern? Wann kann man es erlernen den nötigen Abstand zu finden um in dieser emotionalen Gefühlswelt suchtfrei zu überstehen? Oder braucht es dafür doch die fachliche kompetente Hilfe?
Wann kann man es auch lernen das berühmte Wort ,,nein" zu sagen und sich zurück zu nehmen um in der wie bereits erwähnten Gefühlswelt nicht rückfällig zu werden? Fragen die man wahrscheinlich nicht so pauschal beantworten kann und auf jedem individuell wenn zu beantworten ist.
Ein Thema was man auf alle Fälle nicht zu unterschätzen ist und wenn man am so genannten ,,Ball" dran bleiben sollte.

Gruss Jök

Co-Administration Offline




Beiträge: 2.062

10.05.2015 11:49
#8 RE: Suche nach Anerkennung Zitat · antworten

Es freut mich, wenn Du da mit meinen Gedanken dazu was anfangen kannst.
Letztlich ist der Wunsch nach Anerkennung zwar normal und menschlich, kann aber - wenn ich nicht auf mich aufpasse - eben auch leicht zur Abhängigkeit werden. Darauf zu achten seh ich als meine große Aufgabe.
Ich glaube schon, dass das eine nie endende Aufgabe ist. Und noch dazu eine sich ständig wandelnde und verändernde.
Die Themen wechseln, doch die Aufgabe selbst bleibt, sie kommt nur in immer wieder neuen Formen auf mich zu, das beobachte ich immer wieder.
Manchmal finde ich es schon auch unendlich ermüdend, will auch mal "damit durch sein" und irgendwie "fertigwerden".
Doch ist das nie so lähmend wie das einstige Betäuben mit dem Suff - es hat immer was Konstruktive,s was Aktives, was nach vorne gerichtetes und etwas das mich weiterbringt statt zerstörtt/zurückwirft oder auf der STelle stehen lässt.
Und auch wenns anstrengend ist, so ist es doch nie so leer wie das "Abstumpfen" in den Konsumzeiten es au mir machte. Dann schon lieber bewusst hinschauen und weiter dran arbeiten, da seh ich auch die Fortschritte besser.

viele Grüße von Ingrid

PS: Clean ist cool!

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