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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 280 mal aufgerufen
  
 CliC Diskussionen
JÖKvomPott
Beiträge:

18.06.2015 22:13
Chip im Kopf - ferngesteuert gegen die Sucht Zitat · antworten

Moin,
möglicherweise hat gestern jemand dieses Thema im TV gesehen oder aus der Presse davon erfahren? Jemand lässt sich einen Schrittmacher implantieren damit das Belohnungssystem besser gesteuert wird. Hm, stellte ich mir die Frage ob immer nur das Belohnungssystem dafür verantwortlich ist warum es Sucht erkrankte Menschen gibt? Gibt es nicht andere Dinge aus der wir einen motivierten Konsum entwickelt haben wie z.B. suche nach Anerkennung, Überlastung auf der Arbeit, Beziehungsprobleme, Depression usw. ?
Die Person bekam dann den Chip implantiert, lebte deshalb aber nicht clean. Erst nach einem schweren Sturz und darauf hin körperlichen Reha war dieser 5 Monate trocken. Als Dankeschön für den Versuch irgendwie ein Abstinentes Leben führen zu wollen, gab es die Kündigung vom Arbeitgeber mit der Begründung ,,ein Mensch mit einem Chip im Kopf wäre eine Gefährdung am Arbeitsplatz" !
Die Person berichtete das wenn man über den Weihnachtsmarkt gehen würde, die Versuchung groß wäre Glühwein zu konsumieren. Wenn ich permanent im Getränke Markt um die Paletten Bier rum gehen würde, hätte ich damit bereits einen Rückfall eingeläutet. Haben wir nicht gelernt Abstinenz ist auch Veränderung? Ist es nicht so das wer sich nicht in das Suchthilfe System intrigiert und ankommt hat langfristig gesehen kaum eine Chance Stofffrei zu leben.
Bleibt dann nur die Frage welchen Chip bekommt dann welcher Sucht erkrankte für sein leiden um eventuell dann Abstinenz leben zu können? Rot für diese, blau für jene oder grün für die Hoffnung?
Ist es überhaupt real soweit ins Gehirn ein zu dringen oder hat Sucht nicht auch einen emotionalen Gefühls Hintergrund gepaart mit eventuelle Persönlichkeits Störungen?
Als gestern auch u.a. Neurologen zu diesem spezifischem Thema Kommentare abgeben sollten, haben fast alle trotz vorheriger Zusage ihre Meinungen verweigert.
Vielleicht gibt es ja auch Meinungen anderer hier, gerne auch von Gästen auf unseren Board.

Gruß JöK

Co-Administration Offline




Beiträge: 2.062

19.06.2015 14:42
#2 RE: Chip im Kopf - ferngesteuert gegen die Sucht Zitat · antworten

Hm, spannendes Thema.
Anerkennung, berufliches Wohlbefinden, Glücksempfinden, Beziehungsprobleme etc. wirkent neurologisch gesehen ja auch im Belohnungszentrum, und zwar sowohl positiv als auch negativ, sprich sie wirkend dort auch schon mal das BElohnunszentrum dämpfend/aushebelnd/aushungernd.
Auch Depression tritt erst durch eine Störung der Hirnchemie überhaupt erst auf und blockiert die Bereiche, die das Belohnungszentrum normalerweise "seinen Job tun lassen". Daher widerspricht sich das gar nicht mal so sehr.
Und letztlich sind auch Gefühle nur (Hirn-)Chemie, und Biochemie und Biophysik steuern die Vorgänge im Gehirn und auch die Gefühle. Daher ist der Ansatz, das steuern zu können indem künstlich chemische und physikalische Vorgänge im Hirn herbeigeführt werden ,so abwegig nun nicht. Allerdings führt er zu keiner echten Änderung der inneren Einstellung, schon gar nicht der eigenen Lebenshaltung und Lebensmoral (wenn man das mal so nennen will). Insoweit kann ich das bestenfalls als unterstützende Maßnahme sinnvoll finden, damit der Süchtige auf die Weise leichter lernt, anders zu handeln, nämlich eben Situationen ohne Suchtmittel zu meistern - weil er (hoffentlich) die guten Gefühle bzw. das Ausbleiben der schlechten Gefühle damit verknüpt.

Ich persönlich bin aber eher "old school" - alles was man mit solche n"Katalysatoren" erlernen kann, kann man auch "einfach so" - dauert halt länger, ist aber dann ein komplett selbst erarbeiteter Erfolg.
(Ich finde übrigens nicht zwingend, dass "im Getränkemarkt um die Bierkisten rumgehen" ein Rückfallpotential birgt - zumindest bei mri wär das nicht der Fall gewesen, einmal klar für die Abstinenz entschieden kontne da stehn was will, und mich dem auszusetzen was harmlos vor sich hinsteht war und ist mir egal - was Anderes wäre, wenn das ein Teil von mir in mir noch heimlich bedauert hätte. Aber da sind wir ja wieder bei der "echten und ehrlichen Entschiedenheit".))
Nicht vergessen darf man auch, dass es dann bei manchen vielleicht einfach zu lange dauert bzw. das Risiko höher ist, es GAR NICHT zu schaffen.. Und sowas vielleicht die einzige Chance ist- überhaupt noch die Kurve zu kriegen.

viele Grüße von Ingrid

PS: Clean ist cool!

JÖKvomPott
Beiträge:

23.06.2015 12:09
#3 RE: Chip im Kopf - ferngesteuert gegen die Sucht Zitat · antworten

Moin,
muss glaube ich noch bisschen über deine Ausführung nach denken liebe Co Administration. Denke aber das du viele Dinge gut dargestellt hast. Das du ,, old school" bist, hm, gar nicht so schlimm, denn du bist ja immer hin im 2 Jahrzehnt Clean, und deshalb auch auf ne ganz anderen Stufe, wie z.B. ich. Bemühe mich ja
Zu dem geschriebenen, das wenn ich permanent um die Paletten Bier rum gehen würde eine Rückfall eingeläutet hätte, meinte ich das wenn man gerade erst am Anfang ist Clean zu leben es vermeinden sollte an den stellen sich auf zu halten wo Konsum statt findet bzw. rum steht.
In dem Beitrag war zu erfahren das die betreffende Person gerade am Anfang war Clean zu leben, es aber verpasst hat die Orte zu meiden die ihn antrikern!
Und trotzdem danke für deinen guten Beitrag,
Gruß Jök

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