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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 151 mal aufgerufen
  
 CliC Diskussionen
CliC Lübeck Offline




Beiträge: 1.828

09.01.2016 19:52
Trotz... Zitat · antworten

suchtmittelfreier Erlebniswelten, Spass bei und in der Abstinenz, Neuen Wegen, positiven Veränderungen aber auch Problemen die nach wie vor bestehen, heisst es bei CliC immer Daumen hoch und "positiv denken" Auch die erste Euphorie, die soviel erfasst in den ersten Tagen wird von uns eher gut bewertet, statt des mahnenden Fingers.

Wir kommunizieren, dass Abstinenz nicht bedeutet, dass das Leben grau und langweilig wird, sondern bunter und aufregend.

In unseren Gruppen transportieren die Mitglieder nachvollziehbar das tolle Gefühl ohne Suchtmittel zu leben.

Salutogenese statt Pathogenese.

aber...TROTZ allem Spass, Freude, frischem Lebensmut, kraftvollem Optimismus und der Erkenntnis Problem auf neuen Wegen lösbar zu machen,
dürfen wir EINES nicht vergessen....

Suchtmittelabhängigkeit ist eine tödliche verlaufende Krankheit, so sie nicht behandelt wird.

Gerade erreichte mich ein Anruf der Eltern eines CliCer, den wir vergeblich zu erreichen versuchten. Die Eltern haben dann die Polizei eingeschaltet.
Schon mehrfach gab es diese Situation von Konsumzeiten ohne Meldung. Dieses ganz spezielle Gefühl, das Empfinden über viele Kilometer und jede Entfernung weg, gab den Ausschlag für die diesmalige Intervention via Polizei & Feuerwehr.

Unser Gruppenmitglied lag tot in der Wohnung.

Die ganz spezielle Hilflosigkeit und das Entsetzen haben mich dazu veranlasst, diesen Beitrag SOFORT zu schreiben.

Kennen wir nicht alle den Verdrängungsmechanismus, das WEGDENKEN, das Unterdrücken des schlechten. Ein Mechanismus der uns auch schützt...
und der sicherlich auch bei diesem Fall irgendwann einsetzen wird. Das galt es zu verhindern und dieses öffentlich zu machen. Nicht ohne Bedenken und auch einer Abwesenheit von Worten, die dieses in spezielle Worte kleiden könnte, die mir jedoch jetzt fehlen....

Die spezielle Dynamik der Sucht, das Selbstzerstörerische das manchen so an der Genesung hindert, verbietet manchmal das Hilfe gesucht und angenommen wird.

Wie wichtig dieses jedoch ist, zeigt dieser Vorfall.

Ich bin überzeugt, dass ich das Mitgefühl aller CliCer und Teammitglieder an die Eltern weitergeben darf.

Uwe

Dynamike Offline



Beiträge: 79

09.01.2016 20:06
#2 RE: Trotz... Zitat · antworten

Hilflos und entsetzt, mein tiefstes Mitgefühl an die Familie und Freunde!
Mike

holli Offline



Beiträge: 20

09.01.2016 20:21
#3 RE: Trotz... Zitat · antworten

Ich möchte mich Mikes Worten anschließen, es macht mich sehr traurig.

holli

Mona Offline



Beiträge: 11

10.01.2016 09:18
#4 RE: Trotz... Zitat · antworten

Wie schrecklich. Auch mein tiefstes Beileid an die Familie.

Zi@l Offline



Beiträge: 8

10.01.2016 14:22
#5 RE: Trotz... Zitat · antworten

uns macht es die Gefahren wieder umso deutlicher!

Aber der Familie, was können wir ihr sagen??
wie soll diese, die sicherlich schon immer die grauenvolle Macht der Hilflosigkeit ertragen musste, damit umgehen?
Vielleicht:
denkt liebevoll an diesen sensiblen Menschen,
und vor allem auch an euch selbst, die leben!!
Ihr konntet wirklich nichts tun - das kann nur jeder Suchtkranke selbst.
Zermürbt euch bitte nicht mit Selbstvorwürfen!!
Achtet auf euch, ohne Schmerz, Trauer und Wut auszugrenzen.

wir denken an euch!!

Susanne

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