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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 122 mal aufgerufen
 Allgemeines zu diesem Forum
Andy Offline




Beiträge: 11

11.06.2017 12:07
Mal etwas was schon so einigen hier passiert sein dürfte, etwas zum schmunzeln und auch zum nachdenken….. Zitat · antworten

Nichts getrunken? Verdächtig!

Ich komme mit dem Auto in eine Verkehrskontrolle. Bremsen, Fenster runter, der Polizist sagt: "Führerschein und Fahrzeugschein, bitte." Bis dahin läuft es meistens recht gut. Dann fragt der Polizist: "Wann haben Sie zuletzt etwas getrunken?" Und ich sage: "März 2016." Der Polizist sagt dann wirklich immer: "Mal aussteigen, bitte."

Trotzdem, ein Alkoholproblem lässt sich nicht komplett schönreden. Bei der Verkehrskontrolle stellt die Polizei zwar immer recht zügig fest, dass promillemäßig echt nichts zu holen ist. Aber das weckt erst den Ermittler Ehrgeiz. Die Beamten ermitteln dann, ob man so völlig frei von Alkoholeinfluss ein Warndreieck "standsicher" aufstellen kann, oder ermahnen einen nachdrücklich, die in vier Jahren ablaufenden Mullbinden aus dem Erste-Hilfe-Kasten rechtzeitig austauschen. Die Straßen werden nicht sicherer, wenn stocknüchterne Typen mit rapide alternden Stoffwickeln im Kofferraum spazieren fahren!

Wenn einer mal einen Abend nichts trinkt - dann ist das vorbildlich. Wenn einer gar nichts trinkt, an allen Abenden seit März 2016 - dann ist das nicht nur deutschen Polizisten irgendwie verdächtig.

Wenn die Wahrheit ist, dass man keinen Alkohol trinkt, also keinen Schluck, und das seit wieder März 2016 - dann kann dieses Land mit der Wahrheit nicht umgehen. Die Deutschen trinken, wenn es etwas zu feiern gibt, sie trinken, wenn es etwas zu trauern gibt, und sie trinken auch, wenn einfach mal gar nichts los ist. Was sich viele nicht vorstellen können: Mit dem Nicht-Trinken verhält es sich ganz genauso.
Wenn man Alkohol meidet, ist man oft eine ziemliche Enttäuschung, für seine Mitmenschen zumindest. „Gehen wir noch was trinken?“ Das klingt wie ein Versprechen. „Gehen wir noch ein stilles Wasser trinken?“ Das klingt, als sollte man besser sofort nach Hause.
Es ist schon so: Wer nicht saufen kann, verkompliziert das Leben derer, die es können, und natürlich auch sein eigenes. Ständig muss man höllisch aufpassen, zum Beispiel, dass man beim Anstoßen mit seinem klobigen Colaglas nicht die zarten Weinkelche der anderen zerdeppert. Oder dass man nicht als schrecklicher Geizkragen rüberkommt, wenn man die Rechnung mal nicht einfach durch vier teilen will - nur weil drei Leute Wein für 100 Euro hatten und einer Wasser für fünf.
Wer in diesem Land ein Wasser bestellt, den schauen die Kellner an, als hätte er gesagt: "Ich habe heute meinen Job verloren, und die Syphilis geht auch nicht weg." Und Wasser ist ja noch vergleichsweise salonfähig.

Eine kleine Weisheit nach einem Jahr ohne Alkohol: Man muss das Leben als großes Schauspiel begreifen. Natürlich gewinnt kein Gespräch ernsthaft an Niveau (höchstens an Offenheit) dadurch, dass einer oder mehrere Teilnehmer angesoffen sind, auch wenn das jenen Teilnehmern immer exakt so vorkommt. Aber der Unterhaltungswert wächst für beide Seiten, wenn man sich furchtlos und schmerzfrei auf den Debattenton einlässt. Schreit einem ein Betrunkener "Alter, geiler Abend!" ins Ohr, empfiehlt es sich, im Gegenzug nicht die unerforschten Potenziale des Abends zu analysieren, sondern zurück zubrüllen: "Leck mich, Alter, so was von geil!" Bestenfalls entfalten Gespräche mit Betrunkenen dann eine ganz eigene Poesie.

Eine auf Wasser und Fanta basierende Existenz hat schon ihre Vorteile, nicht zuletzt den, sicher zu wissen, dass Alkohol weder Ursache noch Lösung irgendeines Problems ist. Man ist morgens fitter als andere und deutlich besser informiert; man ist - im Gegensatz zu Bekannten - nie mit einer Frau zusammen, die man nur betrunken erträgt. Und man fragt sich - im Gegensatz zu anderen Bekannten - am Neujahrsmorgen nie, woher zum Teufel diese Fleischwunde an der linken Wade kommt und wo zum Henker steht mein Auto.


CliC Lübeck Offline




Beiträge: 1.907

13.06.2017 08:33
#2 RE: Mal etwas was schon so einigen hier passiert sein dürfte, etwas zum schmunzeln und auch zum nachdenken….. Zitat · antworten

Aaaaalos....zu der Verkehrskontrollenproblematik.... In den Gruppen wird immer wieder geäußert, dass man seit Abstinenz keinerlei hatte (also Kontrolle).
Dieses wird aber gewünscht, ob des reinen Gewissens und der vorhandenen NULL-Promille, diesen Gefallen tun einem die Ordnungshüter jedoch nicht.
Die meisten fahren unbehelligt durch wandernde Kontrollen oder neben Streifenwagen/Zivis ohne Verdacht zu erregen.
Das "Pusten" ohne Promille und der dazugehörige Stolz müssen einen ganz bestimmten Reiz ausüben....

Im allgemeinen generieren sich die "Probleme" des Nicht-Konsumenten je nach Art und Zusammensetzung der jeweiligen Gruppe und deren konsummustern.Zur vielzitierten Spaßbremsewird man schon durch alleiniges Ablehnen des angebotenen Suchtmittels.

The Show must go on..

LG Uwe

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Wer nach vorne kommen will, muss Regeln brechen. Wer innovativ sein will, muss Konventionen missachten. Wer Kreatives schaffen will, muss Bestehendes vergessen.


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